🗺️ Strategie-Guide
Wie aus Pins tatsächlich ein System wird, das im Hintergrund für dich arbeitet, Schritt für Schritt erklärt.
Mit Pinterest Geld verdienen heißt bei mir nicht, dass du nächste Woche dein Gehalt ersetzt hast. Es heißt, dass du dir Stück für Stück ein System aufbaust, das für dich arbeitet, auch an den Tagen, an denen du gar nicht online bist. Genau das war für mich der Punkt, an dem ich von Instagram auf Pinterest umgestiegen bin: Ich wollte kein Business, das nur läuft, solange ich täglich Stories poste und mein Gesicht zeige. Ich wollte etwas, das still im Hintergrund weiterläuft.
In diesem Artikel gehe ich bewusst tiefer als in den meisten "5 Wege"-Artikeln: nicht nur, welche Wege es gibt, sondern wie genau sie technisch funktionieren, welche Schritte konkret dazugehören, wie du deine Nische findest und wie du das alles zu einem System verbindest, statt nur einzelne Pins in die Welt zu schießen.
Wie verdient man überhaupt Geld mit Pinterest?
Der wichtigste Punkt zuerst: Pinterest selbst bezahlt dich normalerweise nicht für deine Reichweite. Pinterest bringt dir Besucherinnen, monetarisiert wird meistens außerhalb der Plattform. Das Prinzip dahinter ist eigentlich ziemlich einfach:
Pin → Klick → Blogartikel oder Landingpage → E-Mail-Liste, Produkt, Affiliate-Link oder Werbung → Einnahmen
Technisch läuft das so ab: In deinem Pinterest-Business-Konto erstellst du einen Pin (ein Bild mit Titel und Beschreibung). Bei jedem Pin hinterlegst du eine Ziel-URL, das kann ein eigener Blogartikel sein oder direkt eine Landingpage, auf der du ein Produkt verkaufst. Klickt jemand auf den Pin, landet die Person auf dieser Seite, und erst dort entscheidet sich, ob und wie du Geld verdienst.
Weg 1: Affiliate-Marketing über Pinterest, Schritt für Schritt
Affiliate-Marketing ist der Weg, auf den ich persönlich am meisten setze, deshalb erkläre ich ihn dir am ausführlichsten. Die Grundidee: Du empfiehlst ein Produkt oder Tool, das bereits existiert und bekommst dann eine Provision, wenn jemand über deinen Link kauft. Kein eigenes Produkt, keine eigene Lagerung, kein Kundenservice.
Ich habe einen extra Artikel zu Affiliate-Marketing geschrieben, falls du nochmal genauer nachlesen möchtest was das ist: Zum Artikel: "Affiliate Marketing für absolute Anfänger: Einfach erklärt und welche Möglichkeiten du hast"
So setzt du es konkret um
1. Passendes Partnerprogramm finden: Über Netzwerke wie Digistore24, Awin oder direkt bei Anbieterinnen, die ein eigenes Partnerprogramm haben, meldest du dich kostenlos an und bekommst deinen persönlichen Affiliate-Link.
2. Inhalte erstellen, die das Produkt sinnvoll einbetten: Statt den Link einfach in einen Pin zu packen, schreibst du einen Blogartikel, der ein echtes Problem löst, und empfiehlst das Produkt darin als eine von mehreren Lösungen.
3. Pins zum Artikel erstellen: Deine Pins verlinken auf den Blogartikel, nicht direkt auf das Partnerprodukt. So bekommst du erst Vertrauen, bevor überhaupt verkauft wird.
4. Kennzeichnen und wiederholen: Jeder Affiliate-Link muss klar als Werbung gekennzeichnet werden. Dieses Prinzip wiederholst du für weitere passende Produkte, so entsteht mit der Zeit ein ganzes Portfolio an Empfehlungen statt Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter.
Ich würde dir allerdings nicht empfehlen direkt Affiliate-Links hinter Pinterest-Pins zu packen, sondern immer Content dazwischen zu erstellen. Pinterest wertet das sonst als Spam und dein Account wird gesperrt. Also investiere lieber Zeit in hilfreichen Content, der anderen wirklich weiterhilft.
Weg 2: Eigene digitale Produkte über Pinterest verkaufen
Der Weg, der langfristig am meisten Sinn ergibt, wenn du wirklich etwas Eigenes aufbauen willst. Beispiele: E-Books, PDFs, Guides, Vorlagen, Checklisten, Online-Kurse oder Workbooks. Du brauchst dafür keine riesige Produktpalette, oft reicht ein kleines, sehr gezieltes Produkt zu einem Problem. Es ist allerdings wichtig, das es ein Problem ist was deine Zielgruppe wirklich hat.
So läuft der technische Aufbau ab
1. Landingpage erstellen: Über eine Plattform wie Ablefy, Tentary oder Digistore24 richtest du eine Verkaufsseite mit Preis, Beschreibung und Zahlungsabwicklung ein.
2. Content erstellen, der zum Produkt hinführt: Ein Blogartikel, der das Problem beschreibt, das dein Produkt löst, mit einem Verweis auf dein Angebot am Ende.
3. Pins zum Artikel erstellen und bei Pinterest posten
4. Optional (aber ratsam zu einem späteren Zeitpunkt, wenn schon Traffic da ist): Emailliste aufbauen: Durch ein Pop-Up auf deiner Webseite mit einem kostenlosen Angebot bekommst du Eintragungen auf deiner E-Mailliste. Wozu man das braucht? Nicht jede Besucherin kauft beim ersten Besuch auf deinem Blog etwas. Über eine E-Mail-Liste kannst du sie später erneut erreichen, dazu aber gleich mehr.
Weg 3: Blog-Traffic als Fundament für alles andere
Bevor überhaupt ein Euro fließt, muss erstmal jemand deinen Pin sehen und auf deine Seite klicken. Viele nutzen Pinterest deshalb zuerst als reine Trafficquelle für ihren Blog. Das Krasse daran: Pinterest kann dir langfristig Besucherinnen bringen, ohne dass du ständig neue Inhalte posten musst. Wenn deine Artikel gut aufgebaut und mit den richtigen Keywords versehen sind, können sie über Monate hinweg immer wieder neue Leserinnen bekommen.
Weg 4: Werbung auf dem Blog
Sobald dein Blog genug Traffic bekommt, kannst du zusätzlich mit Werbeeinnahmen arbeiten, etwa über Google AdSense, Ezoic oder bei größeren Blogs Mediavine. Das Prinzip: Pinterest bringt Besucherinnen auf deinen Artikel, sie lesen ihn, sehen dabei Werbeanzeigen, und du verdienst darüber mit. Wichtig zu wissen: Das lohnt sich meistens erst ab einer gewissen Besucherzahl, ist also eher etwas für später, wenn dein Blog schon läuft. Oder du dich für eine Strategie entscheidest rein über Werbung auf deinem Blog zu verdienen. Dann ist deine Aufgabe so viel Traffic wie möglich auf deiner Seite zu generieren. Umso mehr Besucher, umso mehr Geld.
Pin → Klick → Blogartikel → Werbung auf Blog → Einnahmen
Weg 5: Amazon PartnerNet
Eine besondere Form von Affiliate-Marketing. Darüber kannst du Produkte verlinken und bekommst eine Provision, wenn jemand über deinen Link bei Amazon einkauft, und zwar auf den gesamten Warenkorb, nicht nur auf das verlinkte Produkt. Typische Inhalte dafür: Produktempfehlungen, Geschenkideen oder Vergleichsartikel, gerade weil Pinterest-Nutzerinnen sich oft in einer Planungs- oder Kaufphase befinden. Aber auch hier brauchst du viel Traffic auf deinem Blog, um dann auch viele Klicks auf deine Amazon Produkte zu bekommen.
Die richtige Pinterest-Nische entscheidet sehr viel
Das ist der Punkt, an dem sich dein Artikel und dein Business von den ganzen oberflächlichen "Mach Pinterest und werde reich"-Inhalten unterscheiden. Nicht jede Nische eignet sich gleich gut. Besonders interessant sind Themen, bei denen Menschen Inspiration suchen, ein Problem lösen wollen, etwas lernen möchten oder eine Kaufentscheidung vorbereiten, genau das, wofür Pinterest als Plattform gebaut ist.
Ich selbst arbeite aktuell mit drei ganz unterschiedlichen Nischen:
✔ Online Geld verdienen / passives Einkommen: Affiliate-Marketing, Pinterest-Marketing, digitale Produkte und Online-Business.
✔ Biohacking: Ernährung, Schlaf, Nervensystem, Routinen, Darmgesundheit.
✔ Energiearbeit: Aus meiner Ausbildung als Reiki-Meisterin, Themen wie Reiki, Nervensystem und Energiearbeit für hochsensible Frauen.
Der Vorteil bei einer Nische, aus der du selbst kommst: Du kennst dich sehr gut mit den Inhalten aus und hast selbst schon Erfahrungen damit. Wenn du selbst schon Experte in einer bestimmten Nische bist ist es einfacher Produkte oder Angebote zu verkaufen und zu empfehlen.
Daher werde die erstmal selbst bewusst: Was kann ich gut? Worüber möchte ich schreiben? Was macht mir Spaß?
Ich würde dir raten eine Nische zu wählen an der du wirklich Spaß hast. Denn du wirst viel Zeit mit diesem Thema verbringen.
🔍 Meine Recherche-Reihenfolge für neue Nischen
1. Interessen/Expertise finden: Herausfinden was dich selbst interessiert oder worin du gut bist
2. Pinterest-Suche selbst: Suchbegriff eintippen und schauen, welche Vorschläge Pinterest automatisch ergänzt. So kannst du rausfinden, ob deine Nische bei Pinterest relevant ist und gesucht wird.
3. Pinterest Trends: Das eigene Trends-Tool zeigt, wonach Nutzerinnen aktuell suchen und wie sich Interessen über die Zeit entwickeln, auch nach Region filterbar. Für mich die wichtigste Pinterest-eigene Quelle.
4. Google: Dein Thema eintippen und schauen, was Google automatisch ergänzt, plus "Ähnliche Suchanfragen" ganz unten anschauen.
5. Konkurrenz anschauen: Nicht um zu kopieren, sondern zu sehen, welche Themen viel Aufmerksamkeit bekommen und welche Produkte in der Nische überhaupt verkauft werden. Das kannst du direkt in Pinterest machen oder über Google.
Warum ich Pinterest gerade für ruhigere und introvertierte Menschen spannend finde
Pinterest ist nicht komplett passiv, das will ich klar sagen. Aber es passt gut zu Menschen, die lieber im Hintergrund arbeiten als ständig sichtbar zu sein. Du kannst schreiben, Pins vorbereiten, Inhalte planen und Blogartikel erstellen, ohne dabei dein Gesicht zu zeigen, Stories aufzunehmen oder täglich neuen Social-Content zu produzieren. Für mich fühlt sich Pinterest deshalb weniger wie Social Media und mehr wie der Aufbau einer eigenen kleinen Traffic-Maschine an.
"Aber ich kann doch gar nicht schreiben"
Mittlerweile ist es ganz einfach mit KI Blogartikel zu schreiben. Die KI hilft dir dabei enorm Keywörter zu finden, deine Artikel zu Gliedern, Textenwürfe zu machen, Pin-Titel und Beschreibungen zu verfassen. Das wichtige daran ist allerdings, dass du die Artikel immer mit deinem eigenen Wissen und deiner Erfahrung fütterst. Nur dann bekommst du wirklich guten Content, der auch gerne gelesen wird. KI nimmt dir die Einstiegshürde, deine eigene Erfahrung und deine Beispiele machen den Content am Ende erst unverwechselbar sowie einzigartig.
Der Teil, den viele vergessen: E-Mail-Marketing
Pinterest-Traffic allein gehört dir nicht, das gehört der Plattform. Deshalb ist der Schritt von Pinterest zur eigenen E-Mail-Liste für mich der wichtigste im ganzen System. Ab dann kannst du die Person immer wieder erreichen, unabhängig davon, ob dein nächster Pin gut läuft oder nicht.
Pinterest → Blogartikel → Freebie → E-Mail-Liste → E-Mail-Serie → eigenes Produkt, Affiliate-Empfehlung oder Kurs
So baust du deinen Leadmagnet/Freebie konkret auf
1. Ein konkretes Problem auswählen, das deine Zielgruppe wirklich hat.
2. Eine einfache Lösung erstellen, PDF, Checkliste oder kurze Anleitung.
3. Landingpage mit klarem Versprechen bauen und mit deinem E-Mail-Tool verbinden.
4. Willkommensmail einrichten, die das Freebie ausliefert und die Person schon leicht auf dein Angebot vorbereitet.
5. Pins erstellen, die direkt auf die Landingpage/Blogartikel verlinken, so läuft der Leadmagnet auch ohne dein Zutun im Hintergrund weiter.
Wie viel kann man mit Pinterest verdienen?
Hier nenne ich dir bewusst keine utopischen Zahlen. Wie viel du verdienst, hängt von Nische, Traffic, Conversion, Produktpreis, Provision, E-Mail-Liste und Anzahl deiner Artikel ab, eine pauschale Zahl wäre unehrlich. Was ich dir zeigen kann, ist ein rein rechnerisches Beispiel, keine echten Zahlen von mir oder einer bestimmten Person:
Rein rechnerisches Beispiel, keine echten Ergebnisse
10.000 monatliche Blogbesucherinnen → 500 klicken auf ein empfohlenes Produkt → 10 kaufen → 30 € Provision pro Kauf = 300 € Affiliate-Umsatz
Zum Vergleich mit deutlich weniger Traffic: 5 Verkäufe eines eigenen 49-€-Produkts = 245 €
Der wichtige Punkt: Traffic allein ist nicht das Ziel, Traffic in Kombination mit einem guten Angebot ist das Ziel.
📊 Welcher Weg passt zu welcher Situation?
| Modell | Traffic nötig | Aufwand | Potenzial |
| Affiliate-Marketing | Mittel | Niedrig bis mittel | Hoch |
| Eigene digitale Produkte | Eher niedrig | Mittel | Sehr hoch |
| Blog-Werbung | Hoch | Mittel | Mittel bis hoch |
| E-Mail-Marketing | Kein eigenes Modell | Mittel | Verstärkt alle anderen |
Mein aktueller Favorit: Affiliate-Marketing kombiniert mit einer E-Mail-Liste, und perspektivisch eigene Produkte oben drauf.
Pinterest ist ein langfristiges Spiel
Wenn du nächste Woche 1.000 € verdienen willst, ist Pinterest wahrscheinlich nicht die richtige Strategie. Pinterest braucht Zeit. Aber genau darin liegt gleichzeitig der Vorteil: Du investierst Arbeit in Inhalte, die weiterarbeiten können. Während eine Instagram-Story morgen wieder weg ist, kann ein guter Blogartikel zusammen mit passenden Pins wesentlich länger Besucherinnen bekommen. Gute Pins können über Monate oder auch viel länger Traffic bringen.
🛍️ Meine Pinterest-Business-Empfehlungen
Du möchtest nicht erst selbst alle passenden Tools und Kurse zusammensuchen? Ich hab die Produkte, die mir persönlich von den ersten Schritten bis zur Monetarisierung geholfen haben, an einem Ort gesammelt.
Werbung / Partnerlink
Du möchtest Pinterest nicht allein durch Herumprobieren lernen?
Wenn du direkt eine klare Struktur statt endlosem Ausprobieren willst: Ich habe meine persönlichen Erfahrungen mit dem Einsteigerkurs The Quiet Pinterest Business bereits in einem separaten Erfahrungsartikel ausführlich beschrieben.
Hier kommst du zum Artikel: "The Quiet Pinterest Business: der Einstiegskurs, um online Geld zu verdienen mit Pinterest".
Aktuell bekommst du den Kurs für 37 € statt 149 €.
Zu The Quiet Pinterest Business*
Partnerlink: Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung dar. Das Rechenbeispiel oben ist rein illustrativ und stellt kein echtes oder typisches Ergebnis dar. Wie viel du mit Pinterest verdienst, hängt von vielen individuellen Faktoren ab und kann stark abweichen, es gibt dafür keine Garantie.
Hinweis: Einzelne Links in diesem Artikel können Partnerlinks (Affiliate-Links) sein. Das bedeutet, ich erhalte gegebenenfalls eine kleine Provision, wenn du darüber ein Produkt kaufst, für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
Häufige Fragen
Wie finde ich heraus, ob meine Nische auf Pinterest funktioniert?
Am besten kombinierst du mehrere Quellen: die Pinterest-Suche selbst, das Pinterest-Trends-Tool, Google als zusätzlichen Indikator und einen Blick auf die Konkurrenz. Wenn mehrere Quellen übereinstimmend zeigen, dass Menschen aktiv danach suchen und es bereits Angebote in der Nische gibt, ist das ein gutes Zeichen.
Muss ich mich für Pinterest zeigen oder Videos machen?
Nein. Pinterest lässt sich sehr gut betreiben, ohne dein Gesicht zu zeigen oder Videos aufzunehmen. Du kannst schreiben, Pins gestalten und Inhalte planen, das war für mich mit ein Hauptgrund, warum ich von Instagram zu Pinterest gewechselt bin.
Wie genau verlinke ich einen Affiliate-Link richtig auf Pinterest?
Am saubersten ist es, den Pin nicht direkt zum Affiliate-Link, sondern zu einem Blogartikel zu verlinken, der das Produkt im Kontext vorstellt und den Link dort klar als Werbung kennzeichnet. Das entspricht auch den Richtlinien von Pinterest, die von direktem, spamartigem Affiliate-Posting abraten.
Kann ich KI nutzen, um meine Inhalte zu erstellen?
Ja, KI kann dir bei Keyword-Ideen, Gliederungen, ersten Textentwürfen und Pin-Beschreibungen helfen. Deine eigene Erfahrung und Beispiele machen den Unterschied, ob dein Content sich von der Masse abhebt oder nicht.
Pinterest ohne Blog – geht das auch?
Ja, grundsätzlich schon. Du kannst Pins auch direkt auf Landingpages, Verkaufsseiten oder Freebie-Seiten verlinken und darüber Produkte, digitale Angebote oder deine E-Mail-Liste aufbauen. Ein Blog ist also keine Pflicht.
→ Pinterest ohne Blog: So kannst du trotzdem Reichweite und Einnahmen aufbauen




